Nan Mellinger

Nan Mellinger ist seit 1971 Tochter eines glücklich verheirateten Ehepaars und seit vier Jahren allein erziehende Mutter einer Tochter. Sie lebt in München, wo sie als freischaffende Kulturwissenschaftlerin an den Schnittstellen von Kultur, Wissenschaft und Kunst operiert. Vor diesem Hintergrund publizierte sie zahlreiche Texte, sowie ein Sachbuch zur Kulturgeschichte des Fleisches (Campus Verlag). Zu ihren aktuellen Projekten zählt u.a. ein Interviewband mit dem Arbeitstitel "Mutterweisen".


„Die Kamera folgt den Händen der Mutter in eine spiegelglatte Welt, in der alles seinen Platz hat. In dieser völligen Ordnung der Dinge, einem Leben scheinbar frei von Unordnung, Zweifeln oder offenen Fragen verschwindet alles, was sich als anders behauptet. Rollenmodelle und Konventionen wie das Aufgeben des Berufs für die Karriere des Ehemanns, der Dreisatz "verliebt - verlobt - verheiratet" geben ihr Halt, und mir oft das Gefühl, mit meinen Äußerungen und persönlichen Lebensentscheidungen Unordnung zu stiften. Die Frage nach ihrem Andenken und mein stockender Versuch einer Antwort berühren ein Kernthema dieser filmischen Spurensuche.“

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