Nominiert für den besten mittellangen Dokumentarfilm beim Hot Docs International Documentary Film Festival 2007

Festivals

Duisburger Filmwoche

achtung berlin

Hot Docs International Documentary Film Festival Toronto, Canada

Flying Broom International Women's Film Festival Ankara, Turkey

Dokufest Prizren, Kosovo

dokumentArt Neubrandenburg Szcezin

video/film tage Koblenz

Worldfilm Festival Tartu, Estonia

Guth Gafa Documentary Film Festival, Gortahork, Ireland

Viscult Festival, Joenssu, Finland

Stimmen zum Film

Ein Küchentisch, ein Ehebett, ein Kleiderschrank, der Garten vor dem Haus – dazwischen eine Stimmung ungekünstelter Intimität und Nähe, die Kameras nur selten einzufangen wissen. Vier junge Regisseurinnen zeichnen in Johanna Straubs Filmprojekt in unaufgehübschten und sehr persönlichen Kurzfilmen die Porträts ihrer alternden Mütter. Es sind vier Filme, wie die vier Himmelsrichtungen, jeder für sich ein Abdruck einer sehr eigenen Erfahrungs- und Gefühlswelt, aus der man als Zuschauer wieder hinausgeworfen wird, sobald man glaubt, sie ein bisschen zu verstehen. Was sich einprägt, sind die offenen Blicke der Frauen, die nach der unvergleichlichen Vertrautheit suchen, die Mütter zu ihren Töchtern aufbauen. Was nachhallt sind die rauen Stimmen von zu vielen Zigaretten. Auch Mütter können nicht alles richtig machen im Leben.

Thomas Schoos, zitty Berlin

 

Touching, insightful, poignant and revealing, this omnibus essay film follows four women directors as they explore their loving and often ambiguous relationships with their mothers. Sandra and Hilde seldom see eye to eye, but have respectful, opinionated debates on various topics, including Sandra's approach to her impending motherhood. Michaela's mother, Veronika, admits to not really knowing how to take responsibility for herself and has lingering issues with her own strong-willed mom. Britta, a former classmate of Yves St. Laurent who is obsessed with order and still fits into her wedding dress, manages to be emotionally distant and attuned all at once. Maria is still coping with the death of her son three years earlier, which she credits with leaving her with a total lack of fear. "The mother always thinks that she and the child are one being," she reflects. "But that's not true." A beautifully cohesive film that captures the difficult but heartfelt process of relating among different generations, Mothers - 4 Pieces is a moving, frank and intimate work, engrossing in its approach and inspirational in its honesty.

Andrew MacIntosh, Hot Docs International Documentary Film Festival Toronto

 

Das erste und wichtigste Wesen im Leben ist die eigene Mutter. Entsprechend sind auch die Prägungen, welche in uns bleiben, positive wie negative. Das eigene Verhältnis zur Mutter zu erkunden, zu visualisieren, in ganz privaten Situationen zu erzählen, gelingt den vier Töchtern, unter jeweils eigener Regie im Film „Mutterstücke“ auf erstaunliche Weise.

Allein die Wahl der Themen, der Orte und die Sprache der Kamera in diesen individuellen Begegnungen gibt Aufschluss über jede einzelne Mutter, jede Tochter und die Verbindung zwischen ihnen.Töchter vergleichen sich irgendwann mit der eigenen Mutter, wollen meist ganz anders werden und merken manchmal aber auch, dass sie sich in Vielem gleichen. Ohne Kommentar lässt uns der Film teilhaben an Dialogen zwischen Töchtern und Müttern, welche aus dieser mutigen Suche, starke Fundstücke hervorbringen lassen.

Interessant ist die Frage nach der Funktion des Mediums Film in diesem Prozess. Wird durch die Kamera den Müttern und Töchtern ein Ausweichen erschwert, eine Atmosphäre der Offenbarung erzeugt?

Die Zuschauerinnen und Zuschauer von „Mutterstücke“ werden auf eindrucksvolle Weise Eingeweihte von vier vertraulichen Mutter-Tochter-Welten. Kaum dürfte es ihnen gelingen, sich einem neuen Blick auf das erste und wichtigste Wesen im eigenen Leben zu entziehen.

24. video/filmtage Koblenz / Landesfilmdienst Rheinland-Pfalz